Splash! 15 - Max Herre Rappt In Ferropolis!


Kategorie: Splash! Festival
geschrieben von: Splash! Festival geschrieben am: 22.02.2012 um: 09:12 Uhr
Ein Blick in den Kalender macht deutlich: 6. bis 8. Juli, das ist so gut wie übermorgen - und für uns natürlich allerhöchste Eisenbahn, euch zu verraten, wer nebst den bereits bestätigten Kool Savas, De La Soul, Beginner, Wiz Khalifa, Mac Miller und Co. sonst noch alles mit euch das 15. splash!-Jubiläum feiern wird...

Max Herre & Freunde

Für die wirklich ganz, ganz jungen splash!-Besucher erklären wir es sicherheitshalber: Max Herre war ursprünglich Rapper. Klar, er hat auch wirklich wunderbare Soul-Musik gemacht und in der Richtung auch so einiges an Großtaten produziert. Aber Max hat nicht umsonst immer noch den Ruf, einer der besten MCs des Landes zu sein: intelligent, eloquent, gefühlvoll, souverän, schlicht unfickbar am Mic - und zu Freundeskreis-Zeiten auch kommerziell in einem Ausmaß erfolgreich, wie man es heute kaum mehr zu träumen wagt. Dass Max doch wieder rappen möge, das war und ist ein Herzenswunsch vieler Fans, und jede Regung in diese Richtung wurde begeistert aufgenommen. Und nun kommt er in Begleitung von ein paar alten und neuen Weggefährten nach Ferropolis - und wird dort unter Beweis stellen, dass er immer noch einer der Besten ist. Ein Traum.


Prinz Pi & Band

"Hallo Musik", so lautet Prinz Pis Motto für 2012. Übersetzt in konkrete Informationen bedeutet das: Der Berliner Rapper formerly known as Porno rekapituliert auf gleichnamigem Album sein bisheriges Schaffen und interpretiert ausgewählte Stücke aus über einem Jahrzehnt Karriere neu - und zwar nicht als Remixes, sondern mit Band. Unter den Kränen von Ferropolis erwartet uns dementsprechend auch eine Pi-Werkschau im organischen Liveband-Gewand, und so wie schon die Akustik-Versionen auf "Hallo Musik" Stücken wie "Keine Liebe" oder "Der neue iGod" ganz neue Facetten entlockten, wird wohl auch die splash!-Umsetzung eine musikalisch spannende Angelegenheit werden. Man darf also gespannt sein.


MoTrip

Selten waren sich Hörsaal, Straße und Kritiker so einig in der Bewertung eines neuen Talents: MoTrip aus Aachen wird allenthalben als kompletter MC geschätzt, er verbindet Technik und Street Credibility, Kante und Köpfchen, Selbstbewusstsein und Sympathie so gekonnt wie lange kein Newcomer mehr. Und da sich zur Zeit Qualität gerne mal durchsetzt, ist sein Debüt "Embryo" auch ein voller Erfolg geworden - wir sind jedenfalls Fans. Was schönerweise auf Gegenseitigkeit beruht: MoTrip war letztes Jahr schon in Ferropolis zu Besuch und weiß dementsprechend Bescheid, wie man hier live zu rocken hat.


F.R.

Aus Kinderstars werden später Drogenwracks, hat uns Hollywood gelehrt. F.R. war zwar auch schon als 14-Jähriger ziemlich gut am Start, aber eben nicht, weil das Dritte so wollten, sondern weil er es eben konnte. Seinen alters- und skillsmäßigen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz hat der Wahlberliner mittlerweile in eine handfeste Rap-Karriere umgesetzt, sein fünftes Album "Ganz normaler Wahnsinn" stieg letztes Jahr auf Platz 9 in den Charts ein - und wie man eine Bühne abreißt, muss man MC-Routinier nun wirklich nicht mehr erklären. Wer wissen will, wie das geht: F.R.erropolis, der ganz normale Live-Wahnsinn.


Vega

Auch wenn er und seine Labelkollegen dem Namen nach "Freunde von Niemand" sind - über mangelnde Zuneigung muss sich Vega nun wirklich nicht beschweren: Sein neues Album "Vincent" stieg direkt auf Platz 5 der deutschen Charts ein, und mit seinem ureigenen Stil aus bombastischem Pathos, raptechnischer Raffinesse und ehrlichen, emotionalen Lyrics regiert der Frankfurter Ultra mittlerweile seine eigene Nische im deutschen Rapgeschehen. Klar, dass Vega in Ferropolis ein gern gesehener Gast ist - und nach nach vier Jahren splash!-Abstinenz freuen wir uns natürlich ganz besonders.


Macklemore & Ryan Lewis

Er mag Jordans in der Box, Sozialkritik im Text und Pathos in der Musik. Im Gegenzug mögen ihn gerade alle, vom Herzchen postenden Internet-Hipster bis zum eisenharten Rap-Rap-Fan: Macklemore wurde von der "XXL" zu einem der Freshmen für 2012 gekürt, war "Unsigned Hype" in der "Source" und wird im Weltnetz geteilt und geliket wie blöd - und das nicht nur unserer Meinung nach völlig zurecht. Wie der Rapper aus Seattle und sein Producer-Sidekick Ryan Lewis ihre eigensinnige Interpretation von Rap auf der Bühne umsetzen, erleben wir im Juli, wenn Macklemore und Ryan zum ersten Mal auf europäischem Festland spielen.


Kid Simius

Seit Marsimotos letztjährigem Ausflug nach Spanien wissen wir wieder ein bisschen mehr über Kid Simius: Der sympathische Spanier von der Green Berlin Crew und Marsis Band of Brothers ist nicht nur ein äußerst talentierter und vielseitiger Producer und spricht mit einem herrlichen Akzent, sondern er baut auch gerne so genannte Serrano-Joints: Dabei wird das Blättchen nicht abgeleckt, sondern mit Serrano-Schinken angefettet. Geschmackssache. Seine EP "El Clásico" hingegen ist über jeden Zweifel erhaben - und das hören wir uns im Juli in Ferropolis an. Mit oder ohne Schinken.


257ers

Auf dem splash! gibt's eigentlich alles, was man für eine gelungene 257ers-Sause so braucht: Alkohol, Mikros und feierwütige Menschen. Den Alkohol, um die 257ers und die feierwütigen Menschen zu bespaßen, die Mikros, um die feierwütigen Menschen mit Rap über Alkohol zu bespaßen, die feierwütigen Menschen, um die 257ers zu bespaßen - und so weiter und so prost. Jedenfalls verspricht der splash!-Gig der Essener Rap-Truppe um Keule, Mike und Shneezin ein ziemlich spaßiges Gelage zu werden - und genau deswegen haben wir die Jungs eingeladen. Läckmiamarsh.


Genetikk

Selfmade Records haben mit dem Signing von Genetikk mal wieder ihr untrügliches Gespür für das nächste Ding unter Beweis gestellt: Das Duo aus Saarbrücken machte in den letzten beiden Spielzeiten mit dem mehr als gelungenen Download-Album "Foetus" und Aufsehen erregenden Videos von sich reden, in der Folge unterschrieben Produzent Sikk und der stets mit Gesichtsbemalung auftretende Rapper Karuzo bei dem Düsseldorfer Erfolgs-Indie. Dass die zwei auch live für "Voodoozirkus" sorgen, davon könnt ihr euch Juli in Ferropolis überzeugen.


Moop Mama

Wenn Rapper das traditionelle Konzept von den zwei Turntables und dem Mic in ihrer musikalischen Entwicklung irgendwann als kreativ beengend empfinden, tun sie sich gerne mit einer Band zusammen - um dann "echte" Musik zu machen. Keno, einer von zwei MCs der Münchner Crew Creme Fresh, hat sich vor einer Weile auch zu diesem Schritt entschlossen. Aber sein Projekt unterscheidet sich in puncto Besetzung ganz erheblich von anderen Veranstaltungen dieser Art: Moop Mama ist eine Blaskapelle. Genau, eine Blaskapelle mit Rapper. Klingt komisch? Nein, klingt geil. Ihr werdet schon sehen.


Die Bestesten aka Morlockk Dilemma, Hiob, Audio88 & Yassin

Der Superlativ hat natürlich nicht gereicht, es muss noch eine Silbe rein. Es muss schließlichst am superlativsten sein, wenn sich diese Superstgroup zu dieser einzigstartigsten Gelegenheit auf dem bestesten Festival der Welt zusammenfindet: Kein Wunder, kennen wir die Kollegen Morlockk Dilemma, Hiob, Audio88 und Yassin doch als Inbegriff von Größenwahn und Rockstartum, als abgehobene Platinkünstler, wie sie im Buche stehen - schon seit Jahren haben diese fantastischsten Vier keinen Fuß mehr auf den Boden bekommen. Aber Spaß beiseite: Irgendwo haben sie schon Recht.


Wir sehen uns in Ferropolis!


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