Grünes Event-management: Wie Man Events Gestalten Kann, Ohne Der Umwelt (zu Viel) Zu Schaden. Ein Le...


Kategorie: Fête de la Musique
geschrieben von: Fête de la Musique geschrieben am: 05.04.2021 um: 17:16 Uhr

Ziemlich genau vor einem Jahr stand die Welt still und wir witterten die Chance für einen Neuanfang. In Puncto Umweltschutz.

Wir alle waren gezwungen, innezuhalten, tief Luft zu holen und die Welt zu überdenken, und wie wir - individuell und als Gesellschaft - unseren Weg in und durch sie machen wollten.

Jetzt, ein Jahr später, da die Aussicht, dass sich die Dinge wieder öffnen, langsam und zerbrechlich auftaucht; da wir zu hoffen wagen, dass die Pandemie bald hinter uns liegt; scheint es, dass die Idee, man könne umweltverträglicher neu starten, zu entgleiten droht.

Dennoch gibt es viele Menschen, die sich mehr Nachhaltigkeit und mehr Klimaschutz wünschen. Und die Probleme - die schon vor der Pandemie immer schwerer zu ignorieren waren - frontal angehen möchten.

Foto (c) Jim Kroft

Während die Eile für einen Covid-Impfstoff und andere Aspekte des Umgangs mit einer weltweiten Pandemie den Klimawandel an den Rand gedrängt haben, ist jetzt der ideale Zeitpunkt für uns, um "Grünes Eventmanagement" voranzutreiben.

Wenn man über den Klimawandel spricht und mit dem Finger auf die Industrien zeigt, die die einfachsten Sündenböcke sind - Autos, die Zunahme von SUVs, Öl im Allgemeinen, der Flugverkehr und der Rest - ist es zu einfach für die Live-Event-Branche und die Live-Musikindustrie, so zu tun, als ob wir nicht auch eine Rolle zu spielen hätten.

Und natürlich wusste das FETEBerlin-Team bei der Vorbereitung der Fete 2021, dass dies ein guter Zeitpunkt war, um eigene Schritte in diese Richtung zu unternehmen.


In unserer nächsten Artikelserie erfahrt Ihr, wie Ihr Veranstaltungen mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz durchführen könnt. Themen sind u.a. Energie und Strom, Mobilität, Abfall und Ressourcen, Wasser und Abwasser und mehr.

Daher der Green New Deal: Unter dem Motto "A Greener Fête de la Musique" hat sich das Fete-Team mit einigen anderen Interessierten zusammengetan und einen eigenen Green New Deal mit einer Liste strategischer Ziele ausgearbeitet.

Tatsächlich läuft bereits seit 2019 das Projekt "Greener Fete", gemeinsam mit Jacob Bilabel, dem Gründer der Green Music Initative, Dr.-Ing. Birte Jung in ihrer Funktion als Expertin für nachhaltige Veranstaltungen im öffentlichen Raum, und den Bühnenorganisator:innen, die die Fete jedes Jahr auf die Beine stellen. Und so hat sich das FDLM verpflichtet, Vorreiter bei der Umsetzung lokaler, nationaler und internationaler Klimaziele zu sein.

Einige der Punkte, auf die sich die Unterzeichner:innen geeinigt haben, sind:

  • Die Fete bis 2030 klimaneutral stellen
  • Reduzierung des Energieverbrauchs um 20-25 % in den nächsten 5 Jahren
  • Verdoppelung der Ressourceneffizienz des FDLM in den nächsten 5 Jahren
  • Kommunikation der Themen Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz im Rahmen des FDLM
  • Ausbildung eines Greener FDLM-Botschafters
  • Und mehr...

Darüber hinaus wollen wir bereits 2021 eine Reihe von Verbesserungen umsetzen: von der Reduzierung unseres eigenen Wasser- und Stromverbrauchs bis hin zur Förderung alternativer / emissionsfreier Transporte für die Fete; von der Arbeit an der drastischen Erhöhung des Einsatzes von wieder verwendbaren Essens- und Getränkebehältern bis hin zur Steigerung des Bewusstseins und des Verständnisses für die Durchführung von Veranstaltungen mit Blick auf Nachhaltigkeit in unserer wunderbaren Gemeinschaft unabhängiger Bühnenorganisator:innen: Wir freuen uns, unseren Beitrag zu leisten.

*Zu den Unterzeichnern dieser Verpflichtungen gehören:

Dr. Klaus Lederer (Senatskanzlei)

Katja Lucker (Musicboard Berlin)

Dr. Birte Jung

Jacob Bilabel (Grüne Musik-Initiative)

Björn Döring (FDLM Berlin)

In unserer nächsten Artikelserie erfahrt Ihr, wie Ihr Veranstaltungen mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz durchführen könnt. Themen sind u.a. Energie und Strom, Mobilität, Abfall und Ressourcen, Wasser und Abwasser und mehr.

Hauptfoto (c) Jim Kroft

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