Splash! 17 - Cro Und Wiz Khalifa Kommen Nach Ferropolis!


Kategorie: Splash! Festival
geschrieben von: Splash! Festival geschrieben am: 16.12.2013 um: 14:48 Uhr

Wer jetzt noch kein passendes Weihnachtsgeschenk für seine Liebsten hat, der ist schlicht und ergreifend selber schuld. Immerhin steht der Termin schon etwas länger fest und man hat genau genommen ein ganzes Jahr Zeit, entsprechende Vorbereitungen zu treffen - eure splash!-Tickets, das Zelt und den Schlafsack habt ihr ja auch schon seit Monaten organisiert, ihr Banausen. Klar, ihr habt eine gute Ausrede: splash! ist einfach geiler als Weihnachten. Es liegt kein Schnee, man muss keine Geschenke mitbringen, Papa schaut nicht skeptisch, wenn man Schnaps direkt aus der Flasche trinkt und hinterher abspülen muss man auch nicht. Und die Musik ist sowieso besser. Schließlich kommen auch 2014 nur die Dopesten der Dopen nach Ferropolis.

Cro

An dieser Stelle könnte man nun natürlich rekapitulieren, was Cro in den letzten zwei Jahren alles gerissen hat, wie und wo er gechartet ist, was für Hallen er ausverkauft hat und wie sich ca. jedes Mädchen zwischen elf und 99 in den vermutlich süßen Schwaben hinter der Pandamaske verliebt hat - aber das weiß ja ohnehin schon jeder. Interessant an seinem zweiten splash-Gig dürfte vor allem sein, dass diesem nicht nur der monströseste Tour-Marathon der Deutschrap-Geschichte vorangegangen ist, sondern auch eine dementsprechend verdiente Pause vom Live-Geschäft. Wenn Cro also die Bühne in Ferropolis betritt, sehen wir mit Sicherheit eine komplett überarbeitete und neu konzipierte Show des Panda-MCs und seiner Band. Wir sind jedenfalls sehr gespannt, was Cro uns da Entspanntes kredenzen wird.

Wiz Khalifa

"Black & Yellow", Wiz Khalifas US-Nummer-1-Single aus 2011, gehört wohl zu den eingängigsten Rap-Hits der jüngeren Geschichte. Eigentlich als Hymne auf seine Heimat Pittsburgh gedacht, entwickelte sich der Song nicht nur zu einem Club-Hit, sondern dank zahlreicher Coverversionen und Parodien auch zu einem regelrechten Popkulturphänomen. Den ganzkörpertätowierten Rapper auf diesen Song zu reduzieren, würde ihm jedoch beleibe nicht gerecht: Nicht nur, dass er mittlerweile zu den ganz großen Stars des US-Games gehört, 2014 steht zudem bereits das fünfte Soloalbum von Wiz Khalifa an, seine unzähligen Mixtape- und Filmprojekte stellen zudem unter Beweis, dass der bekennende Kiffer trotz allem ein Workaholic ist.

Vic Mensa

Vic Mensa aus Chicago ist die Mixtape-Sensation des Jahres 2013: "Innanetape" schimpft sich das Ding, mit dem der Crew-Kollege von Chance The Rapper in letzter Zeit die Playlists der weltweiten Rap-Auskennerschaft dominierte, und das hat es wahrlich in sich. Weit entfernt vom Mixtape-Allerlei seiner Kollegen, breitet Vic hier eine musikalische Vision aus, die bis dato kaum ein 20-Jähriger in dieser Intensität zustande gebracht hat. Skills, Knowledge, Geschmack, musikalische Vielseitigkeit, Hits für Kiffer und Trinker - alles am Start. Ob Vic Mensa das Live-Game ebenso beherrscht, dürfte angesichts seiner jahrelangen Erfahrung als Live-Musiker auch geklärt sein. Das wird dope.

A$AP Ferg

Der ein oder andere Rap-Wissenschaftler mit Internetanschluss wird es schon bemerkt haben: A$AP ist mitnichten Rockys Vorname und A$AP Ferg dementsprechend auch kein Biter oder Zwillingsbruder - A$AP steht für "Always Strive And Prosper" und ist der Wahlspruch des A$AP Mob aus Harlem, dem sowohl der große Rocky als auch der noch nicht ganz so große Ferg angehören. Dies ändert sich jedoch derzeit: Nicht nur, dass Ferg der zweite aus der A$AP-Bande ist, der einen eigenen Wikipedia-Eintrag vorzuweisen hat, sondern vor allem sein Album "Trap Lord" lässt Ferg gerade in großen Schritten zu Rocky aufschließen. Das Ding fährt ruppige Straßenhits noch und nöcher auf, ist dabei ein gutes Stück untrippiger und härter als etwa "Long.Live.A$AP" und bringt somit alles mit, um Ferg als zweiten großen Star aus dem A$AP Mob zu entablieren. Und der Junge kann live rappen, wie ihr im Juli in Ferropolis feststellen werdet.

Yelawolf

Als Yelawolf anno 2011 die splash!-Bühne enterte, erwartete ihn eine erwartungsvolle Crowd: Man hatte die Videos gesehen, sich das Mixtape "Trunk Muzik" runtergeladen und wollte nun wissen, ob der tätowierte Typ mit der Indianerfrisur auch live was draufhat. Und man wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil. Yela riss dermaßen ab, dass sich Zeitzeugen auch zwei Jahre später noch mit glänzenden Augen daran erinnern, was für ein unerwartet doper und letztlich legendärer Auftritt das war. In der Zwischenzeit hat Yelawolf das ein oder andere gelungene Mixtape fabriziert, einerseits sein Major-Album in den Sand gesetzt, andererseits aber mit jedem Feature überzeugt - und bestimmt nicht verlernt, wie man eine Bühne zum Wackeln bringt. Welcome back!

Fünf Sterne deluxe

"Die Leude wolln, dass was passiert" - lang ist es her, dass sich Tobi, Bo und Marcnesium durch die hiesige HipHop-Landschaft blödelten und mit "Sillium" und "Neo.Now" zwei Alben in die Deutschrap-Historie meißelten, die aufgrund der groben Kalauerei heutzutage zwar nicht als große Klassiker gehandelt werden, aber zu ihrer Zeit in jeden guten Rap-Haushalt gehörten. Hört man das Opus der Fünf Sterne heute an, merkt man jedoch: Das Zeug ist nicht nur unfassbar fett produziert, sondern hat sich auch wirklich gut gehalten - so eine Reunion nach mehr als zehn Jahren könnte also durchaus Sinn machen. Das dachten sich wohl auch Tobi, Bo und Marcnesium und beschlossen 2013, dass man doch ruhig mal wieder ein paar Konzerte mit Gassenhauern wie "Willst du mit mir gehen?" oder "Dein Herz schlägt schneller" bespaßen könnte - und dazu gehört glücklicherweise auch das splash! 17.

Ahzumjot

Für viele Kritiker und Fans war Ahzumjot 2012 der hoffnungsvollste Newcomer überhaupt: Sein im Eigenvertrieb unter die Leute gebrachtes Album "Monty" und seine gemeinsame Tour mit Cro und Rockstah sorgte anno dazumal dafür, dass er von nahezu jedem Auskenner als potenzieller Durchstarter für 2013 genannt wurde. Ahzumjot ließ sich trotz der hohen Erwartungen jedoch nicht zu überstürzten, halbgaren Releases hinreißen, sondern arbeitete erst mal in Ruhe an Infrastruktur und Musik - um schließlich für 2014 wieder als große Rap-Hoffnung auf dem Zettel zu erscheinen. Wir freuen uns jetzt schon auf neue Musik vom bestgekleideten Rapper Deutschlands - und natürlich auf seine mittlerweile unbumsbaren Live-Skills.

Wir sehen uns in Ferropolis!


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