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| am: 04.09.23 09:36 schrieb groomanic |
| Fortsetzung 3
Auch die Franzosen nach 23 Uhr (Lazuli) waren top auf ihre Art. Sie warteten mit neuen digital modifizierten Instrumenten und Klängen auf, ohne den Hörer aus dem Focus zu verlieren. Jeder der Musiker ==> ein Könner seines Fachs. Gleiches muss man für die Schlusstruppe (ab 1.00 Uhr nachst) konstatieren. Alex Auer ist ein Künstler, der seine beiden Instrumente, Gesang und Gitarre, gleichermaßen virtuos beherrscht. My godness, was für ein Potential, welche Leichtigkeit in der Stimme und in den Fingern. Absolute Spitzenklasse mit eigenen Songs, vorwiegend im Westcoaststil. Auch die Mitmusiker ließen keinerlei Wünsche offen, so dass ich (dass hätte ich niemals gedacht) bis viertel vor drei in der Früh be- und entgeistert dem Treiben auf der Bühne folgte. Was für eine Truppe? Glückwunsch an die Veranstaltungsjury.--- Stimmungsmäßig konnte das Festival (wie immer) voll überzeugen. Die Finkenbacher lieben ihr Festival. Die hilfreiche und bis in die Haarspitzrn engagierte Sport- und Feuerwehrjugend tut alles, um dem Festival zum Erfolg zu verhelfen. Auch die Gastronomen (Traube und Hirsch) geben alles (auch mit eigenen kleinen Aufführungen „leiseren Bands“ am Vormittag) und hinterlassen bei den Gästen einen bleibend positiven Eindruck. Auch hier ein gezogener Hut! "Chapeau" (!!!!) nach Finkenbach in den Odenwald, wo ich nächstes Jahr sicherlich wieder dabei sein werde.. groomanic |
| am: 04.09.23 01:38 schrieb groomanic |
| Fortsetzung 2
Den Schlussact vom Freitag (Wille and the Bandits) hab ich leider nicht mehr wirklich gehört. Ich bin vor Wucan zum Wohnmobil geflohen und hörte Wille nur aus der Ferne und kann mir deshalb kein Urteil erlauben. --- Der abschließende Samstag war am Nachmittag etwas verregnet, so das wir erst gegen 19 Uhr an der Bühne waren. Für alle dann auftretenden Bands kann ich nur großes Lob aussprechen. „Mother's Cake“ aus Österreich überzeugten mit einem stimmlich und gitarristisch souveränen Frontmann. Er konnte mühelos alles Register ziehen, von Bon Scott bis sonstwo. Da blieb einem die Spucke weg, bei so viel lockerer und lustvoller Bühnenkunst. Chapeau!!! --- Auch Kraan war über jeden Zweifel erhaben. Zwar litt der erste Teil des Vortrag unter einem zu spät von Soundteam identifizierten wackligen main-out-Kabel aus Kraans digitalem Bühnenmischer. Aber diese Könner von Kraan kann man mit unverschuldeten bühentechnischen Problemen den Abend nicht kaputt machen. Bemerkenswert waren auch die neuen Stücke von der letzten CD ("Sandglasss") aus 2020. Eine unbedingte Kaufempfehlung. Wie haben die vier Kraaniche und der Soundkutscher des Mixes (Jürgen Schlachter) das nur hinbekommen. Es klingt besser als alles was in der letzten 20 Jahren von Kraan aufgenommen wurde. Kaufen! Kaufen! Kaufen! --- Weiter in Fortsetzung 3 |
| am: 04.09.23 01:36 schrieb groomanic |
| Fortsetzung 1
Bei der Verplichtung von Wucan hatte sich die Jury offenbar von dem im ersten Augenblick virtuosen querflötistischen Möglichkeiten der Frontfrau und ihrer Stimme blenden lassen. Leider beherrschte die Dame ihre Improvistionskunst nur in zwei (von 12 möglichen) Tonarten, nämlich A und E, was dazu führte, dass das improvisatorische Pulver schon nach 10 Minuten verschossen war und sich eine Wiederholung an die andere reihte. Sehr schade, wenn man bedenkt, welch tolles stimmliche "Material" die Frontfrau mitbrachte. Ihr ist darüber hinaus anzuraten, nicht in allen Phasen eines Stückes "alles" geben zu wollen, denn dass ist nicht nur ermüdend für die Akteurin , sondern auch für das Publikum. Sei also sparsamer mit den Höhepunkten, positioniere sie an den richtigen Stellen. Weniger ist hier mehr, und das Publikum wird es einem danken (die Stimmbänder auch). Fortwährendes Streben nach Spitzentönen ist einfach nur nervig und missachtet alle musikpsychologischen Zusammenhänge. Die Verantwortlichen für das Lineup von Finkenbach sollten sich etwas mehr Mühe geben bei der Auswahl der Gruppen. Es reicht hier nicht, zwei vermeintlich virtuose Stücke gehört zu haben , denn ein Livekonzert dauert länger als 10 Minuten. -- weiter in Fortstzung 2 |
| am: 04.09.23 01:33 schrieb groomanic |
| Vorab: Insgesamt ein tolles Festival.
Vor allem der Samstag, mit seinen perfekt ausgewählten Gruppen, bringt den musikalischen Zeiger klar auf die Positivseite. Doch nun die Details: positiv: am Freitag leider nur Birth Control. Die Spacelords (erste Gruppe) waren eine Traumvorgruppe für alles, was danach besser rüberkam. Sprich: Sie waren musikalisch am unterst möglichen Niveau, reduzierten die im Billigpop üblichen 3 Akkorde pro Song auf einen einzigen (Akkord). Man hätte dem Bassisten von den 24 Bünden seines Basshalses 23 entfernen können., ohne dass das Stück gelitten hätte. Ein Bund pro Stück hätte gereicht. Es war die schiere Langeweile, die nur im bedröhnten Zustand ohne Widerwillen angenommen werden konnte. Abwechslung wurde nur durch das Treten auf immer neue Effektgeräte des Gitarristen (Space! ohne Lord) in Ansätzen erbracht. Das ist einfach viel zu wenig für einen Auftritt auf der Hauptbühne eines Festival und sollte eigentlich den Probenraum einer Band nicht verlassen. Ab (Freitag) 21 Uhr fiel es Birth Control um so leichter, dem Publikum eine überzeugende Vorstellung zu liefern. Gamma Rray hab ich von Birthcontrol allerdings schon besser gehört. Kompliment vor allem an den Gitarristen, aber auch an Manni von Bohr (Drums) und auch an die anderen. Einzig das Gitarrespiel des Frontmanns hatte oft nur optisch aufhellenden Charakter. ---- Fortsetzung im nächsten Text: |