Between the Beats Festival 2014 - Das Programm |
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| Donnerstag | 19 Uhr Trümmer Kein Facebook, keine Homepage, keine Platte: Trümmer kommen aus dem Nichts, doch ihr Name macht schnell die Runde. Für die SPEX waren sie Anfang dieses Jahres auf Konzerttour, standen mit Alternative-Legenden Dinosaur Jr. auf der Bühne und spielten im Sommer bereits vor ihrer ersten Veröffentlichung auf den besonderen Musikfestivals wie Melt!, Dockville, Haldern Pop und Deichbrand. Trümmer sind anders. Bei der Hamburger Band zählen Leidenschaft, Energie und vor allem die Haltung. In all diesen Nächten, die Shoegaze-Ballade, die bereits seit einiger Zeit im Internet die Runde macht, und der neue Song Der Saboteur loten die Pole dessen aus, was von der Band beim Between the Beats Festival musikalisch zu erwarten ist. Die Höchste Eisenbahn Das Album der Band Die Höchste Eisenbahn Schau in den Lauf Hase erscheint ein ganzes Jahr später, als alle noch bei der Veröffentlichung der Unzufrieden-EP im vergangenen Jahr dachten. Jetzt schleppen Francesco Wilking (Tele), Moritz Krämer, Felix Weigt (u.a. Kid Kopphausen) und Max Schröder (u.a. Der Hund Marie, Tomte) eine Platte an, die offensichtlich seltsam schön ist. Auf ihr feiern sich Saxophon und DX7 (Toto, Chris de Burgh, Talking Heads), dazwischen massenhaft klingelnde (Chorus-) Gitarren, Discobeats und Casio-Flöten. Die Platte erinnert an La Boum und an rot-grün-geleuchtete Nachtszenen mit jungen Pärchen auf Mopeds. Man vergisst fast, dass mit Krämer und Wilking zwei klassische Singer/Songwriter an gemeinsamen Songs kritzeln. Beim Between the Beats Festival feiern die Jungs, zumindest teilweise, ein Heimspiel und wir freuen uns, sie am ersten Abend bei uns zu haben! The Rifles The Class of 2005 - so nennt man die Generation Indie, die zu The Smiths, Joy Division und Konsorten vom Kinderwagen aus lauschte. Ein Hoch auf die frühkindliche Musikbildung sagen wir da! The Rifles sind nicht einfach nur Teil dieser Klasse, die vier Londoner gehören als eine der schmissigsten The-Bands der vergangenen Jahre zu den Flaggschiffen dieser Musikgeneration. Für ihr viertes Studioalbum, das im Januar 2014 erscheinen wird, haben sie sich wieder in ihr ursprüngliches Original-Line-Up zurückbesetzt, in dem sie auch beim Between the Beats Festival auftreten werden. Freitag | 19 Uhr Kapoolas Hartes Schlagzeug, splitternde Gitarre, markanter Gesang. Kapoolas sind immer gut für einen harten Rocksong, aber auch für den großen Pop-Wurf, opulent mit Streichern, Bläsern und Flügel in Szene gesetzt. Das ist ganz großes Pop-Kino, was die fünf jungen Musiker aus Basel jetzt auch auf ihrem aktuellen Album Travellers zeigen. Kapoolas spielen auf Travellers einen internationalen, am britischen Rock geschulten Sound. Die Lieder leben durch den Kontrast, haben starke Melodien, sind aber auch voller Zerstörungslust den Song zu zerlegen. Abby Die Berliner Band Abby spielen außergewöhnlichen Indiepop mit Einflüssen von Elektro bis Klassik und schaffen es im Handumdrehen, das Publikum in einen tanzwütigen, euphorisierten Mob zu verwandeln. Wem das noch nicht ausgefallen genug ist, sei gesagt: Hinter den vier Jungs von Abby versteckt sich zudem ein geniales Text-Konzept rund um Freundschaft, Liebe und Verrat. Lilly Wood & The Prick Das Duo um Lilly Wood & The Prick hat bereits eine riesige Fanbase, so viel ist sicher. Mit ihrer Mischung aus intelligentem und verspieltem Pop holten sie in ihrer Heimat mit beiden veröffentlichten Langspielern 2012 und 2013 Gold und räumten bei den French Grammys den Best New Act Award ab. So einprägsam und brillant wie ihre Songs ist auch die Live-Performance der beiden Pariser. Lilly Wood & The Prick, das sind Nili Hadida und Benjamin Cotto, und mit ihrem Sound irgendwo zwischen Beth Ditto, Feist und We Have Band werden sie beim Between the Beats Festival 2014 für einen denkwürdigen Abend sorgen. Samstag | 19 Uhr Magic Arm Images Rolling, Magic Arms zweites Album erschien 2013 und erkundet mit warmen, erdigen Klängen und elektronischen Einflüssen die nostalgische Melancholie eines alten, verlotterten Hauses in dem die Platte entstand. Sigur Rós, Paul McCartney, Simon & Garfunkel, die frühen Pink Floyd; alles Einflüsse, die man aus Magic Arms traumhaften Klangwelten raushören kann. Aus einem einfachen Gefallen für einen Kumpel, der für seinen Film einen Soundtrack benötigte, entstanden - ist aus Marc Rigelsfords Magic Arm schnell eine Band geworden. Mit den ganz Großen der Szene sind sie bereits auf Tour gegangen und haben national wie international die Leute mit seiner elektronisch inspirierten Mischung aus Folk und Blues bewegt. Spring Offensive Bereits 2012 hatten wir Spring Offensive für ein Konzert in Freiburg eingeladen. Damals spielten sie eine ausverkaufte Show mit nur einer veröffentlichten Single. Wir verabredeten uns für die Zukunft. Beim Between the Beats Festival 2014 wird ihr Debütalbum Young Animal Hearts bereits veröffentlicht sein und wir spüren die Vorfreude auf den Tonträger nicht nur in ihrer Heimatstadt Oxford. Ihre Musik ist so schlau, gefühlig, melodieverliebt und so gekonnt eben wie sie nur sein kann, wenn man seit frühester Kindheit mit hochklassiger britischer Popmusik konfrontiert ist. Wrongkong Die Band Wrongkong gibt es bereits seit 2008, aber spätestens 2012 ließen sie mit ihrer erfolgreichen Single My Dearest Enemy aus dem Album So Electric aufhorchen. Etwas über ein Jahr später, im April 2013, erschien ihr Album Kill The Should And Make A Do und erneut warten sie mit Electropop auf, der durchaus an die Hochzeiten des Genres in den 1980ern erinnert, aber auch dank seiner sanften House-Einflüsse nicht als bloße Hommage verharrt. Kill The Should And Make A Do basiert auf einer Grundstimmung aus Bass, Schlagzeug und Klavier und der einnehmenden Stimme von Cyrena Dunbar und zeigt eindrucksvoll die Vielfältigkeit der Band. Deshalb kann sich die Nürnberger Band um ihre kanadische Sängerin im Moment auch vor Lob nicht retten, denn Wrongkongs Kreativität, deren Ergebnis stets eine faszinierend-facettenreiche Vision von Popmusik darstellt, ist berauschend. WhoMadeWho Aktuell ist es WhoMadeWho wichtig, ernst genommen zu werden. Vor ein paar Jahren schrieb der NME bereits enthusiastisch: What would happen if WhoMadeWho got serious? Ernsthaftigkeit? Beim Benicàssim-Festival stellten sie sich in Skelett-Outfits mit Hello, we’re The Klaxons! vor - doch das ist eine Weile her. Jetzt, sagen sie, haben sie sich weiterentwickelt. Es wird Zeit, dass wir nicht mehr als Underground-Act gelten, sagt Produzent und Bandmitglied Tomas Barfod. Die Ernsthaftigkeit bei WhoMadeWho bezieht sich mehr auf die Musik als auf die Erscheinung, denn spätestens jetzt ist mit dieser sagenhaften dänischen Discoband ernsthaft zu rechnen. Bereits ihre neue Single The Morning, der erste Vorbote zum Anfang März 2014 erscheinenden fünften Album, ist nüchtern ausgedrückt: Der Wahnsinn! |