[--spalte1--]Wir sitzen in Omas Wohnzimmer auf einem schönen Biedermeiersofa. Von links das dumpfe Strahlen der 60Watt-Birne durch den gelblich matten riesigen Lampenschirm, vom Fenster scheinen durch die schön gestickten Gardinen nur wenig Sonnenstrahlen herein und die mit Holzpaneelen bestückte Decke gibt ihr Übriges zur eher schummrigen Beleuchtung. Ein Kontrast zum recht fröhlichen Frühjahrstag da draußen. Wir essen selbst gebackene Kekse, trinken Tee aus Tassen mit goldähnlichem Rand und hören Geschichten von trotzigen Vöglein, von unzufriedenen Menschen, die Jan heißen, und von der Vergangenheit, die uns einholen wird. Ihr kennt die Stories ja.
Irgendwann kommen aber auch Geschichten vom Liebeskummer, von Aliens und Aufforderungen zur Zeitverschwendung, so ungroßelternhafte Texte, hinzu. Da wird es uns klar. Wir sind nicht bei Oma und Opa. [--spalte2--] Dafür sind die Erzählungen auch zu modern, zu jung und vor allem zu witzig. Wir sitzen bei Moritz Krämer und Francesco Wilking auf dem Sofa. Naja, so richtig nicht auf dem Sofa, im Zuschauerraum beim Konzert, aber wir fühlen uns, wie auf einem großen Sofa, wie bei Oma und Opa. So heimisch und geborgen.
Man verliert sich in den Bahnen, die Francesco und Moritz in unseren Gedanken zaubern, in kleinen Anekdoten, die wie gemalt erscheinen. Sie verblüffen uns mit so hinreißenden Geschichten, die dem Genre Singer-/Songwriter eigentlich den Namen gegeben haben müssen und sie bringen im gleichen Atemzug zum Schmunzeln und Lachen.
Setzt euch zu Francesco, Moritz und uns auf das Sofa - den Birkenhain - und genießt einen frühen Abend voller Geschichten in Lied- und Gedichtform. Genießt eine neue Band namens Die Höchste Eisenbahn (Ein Name, der als Einziges in diesem Text wirklich von meiner Oma sein könnte).
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